Fitnessarmbänder

Fitnessarmbänder

Sinn oder Unsinn?

Das neue Jahr hat begonnen und jeder zeigt, natürlich nicht unbedingt offensichtlich, welche Geschenke er sich gewünscht bzw. womit er beschenkt worden ist. Und ja, es ist auch dabei: das Fitnessarmband.
Ich freue mich schon sehr, wenn der erste anfängt, natürlich, erst nachdem er auf sein Armband geschaut hat, wie viele Schritte am Tag noch gemacht werden müssen. Oder, ach oh Gott, dass es dann doch schon so viele oder wenige sind.


Also ehrlich: Ein Band sagt mir: „Bewege dich mehr!“ Oder „Gut gemacht, Ziel erreicht!“. Wenn wir ehrlich sind, wissen wir es doch sowieso, dass wir uns zu wenig bewegen. Wissen wir eigentlich, dass wir uns zu viel bewegen???


Aber schön ist es doch, wenn man dann danach fragt, warum man sich so ein Band (was auch nicht wenig kostet!!!) sich selbst schenkt bzw. schenken lässt. Es gibt so viele Rechtfertigungen. Man möchte selbst, also schwarz auf weiß sehen, dass man zu wenig macht. Oder man möchte von einem Band gelobt werden, dass man so viel geschafft hat. Nebenbei zeigt es noch einen ohnehin nicht perfekten Blutdruck, Herzfrequenz oder was auch immer an. Durch solches Schauen werden leider auch manche Gespräche gekappt. (Oder zeigt das Armband auch die Qualität der Gespräche an!? ) Es muss also nicht immer das Handy sein, um Desinteresse zu zeigen.


Wie fühlt man sich, wenn man abends nach Hause kommt, geschafft vom Tag und erkennt auf einmal: Upps, ich war doch nicht so bewegungsfreudig wie gedacht. Geht man jetzt wirklich raus und absolviert die restlichen 245 Schritte??? Oder ist es mir nun auch egal und ich tröste mich mit einem Glas Wein !


Oder freue ich mich besonders doll, wenn mein Band mir nach einem wirklich bescheidenen Tag zeigt, dass ich 23 Schritte mehr als vorgenommen getan haben. Verführt es dann nicht dazu, den kleinen Schokoriegel, der bereit liegt, zu verputzen. Schließlich habe ich ja mehr gemacht.


Ziemlich verzwickt, so ein Band. Dabei habe ich ja die ganzen technischen Extras gar nicht aufgeführt. Ich könnte die Daten auf meinen Computer überspielen und ein Diagramm erstellen. Dann habe ich es sogar bildich, wie unstet meine Leistungen sind. Vielleicht entsteht ein neues Zickzack – Muster. Oder ich mache eine Gruppe Gleichgesinnter auf und wir heulen um die Wette oder erfinden die schönsten Ausreden, warum wir heute unsere Schrittanzahl geschafft oder nicht geschafft haben.


Ich denke, so ein Band könnte nützlich sein, wenn ich für einen Marathon oder „Iron Man“ trainiere. Okay, dafür wurden diese Dinger bestimmt auch entwickelt. Aber ehrlich, wir Ottonormalverbraucher….
Kurz und gut: Wenn jemand mit so einem Band glücklich ist und es braucht, so soll er seinen Frieden damit machen. Auch seinen Spaß an den ausgedruckten Kurven haben.


Aber bitte, verschont die Nicht – Fitnessträger mit Einzelheiten. Wir sehen, wenn jemand eine längere Zeit mehr Schritte als üblich gemacht hat. Wir SEHEN es an den lockerer sitzenden Sachen, an der schönen, neuen Ausstrahlung!!!

 

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