Der Vorname

2 verschiedene Rezensionen zum Film: "Der Vorname"


 

Gedanken zum Film „Der Vorname“ (1)

Vorab: Der Film ist wirklich sehenswert! Sehr gute Schauspieler, sehr gute Bearbeitung eines bzw. mehrerer aktueller Themen.

Aufmerksam geworden durch die Filmwerbung habe ich mir den Film angeschaut. Mir war vorab nicht bekannt, dass es eigentlich ein Theaterstück aus Frankreich oder schon verfilmt worden ist. Das ist auch egal, denn es macht den Film nicht weniger interessant.

Zum Inhalt: Es treffen sich 4 bzw. 5 Menschen, die sich sehr lange kennen bzw. verwandt sind zum Essen. Alle sehr unterschiedlich bezüglich Berufe, Vorstellung von Familie, Einkommen usw. Und doch kann man sagen, dass alle gebildet sind, auch wenn einer der Anwesenden kein Abitur hat.

Dieser wird Vater und informiert die anderen über den zukünftigen Namen des Kindes. Um die Spannung zu halten, sollen diese den Namen erraten. Als Hilfe erfahren sie das Geschlecht (Junge) und dass der Name einen geschichtlichen Bezug hat und mit dem Buchstaben “A“ beginnt.

Sämtliche Namen werden genannt, aber niemand kommt auf den Namen „Adolf“. Nach Lüftung des Rätsels wird eine Diskussion entfacht, die sehr kluge Argumente für das Für und Wider gibt. Manchmal stimmt man als Zuschauer zu, manchmal stutz man, manchmal treten Ansichten zutage, die man selbst nicht vor Augen hatte.

Immer wieder tauchen im Laufe des Abends, jetzt allerdings werden auch andere Themen angeschnitten, manchmal sehr ironische, böse und lustige Standpunkte auf. Jeder der Beteiligten rückt nach und nach in den Mittelpunkt, wenn es auch nichts mehr mit der eigentlichen „Vornamens – Diskussion“ zu tun hat.

Themen, wie Familie, Freundschaft, Ehrlichkeit, Neid und gegenseitige Achtung werden in sehr flotten und wortstarken Gesprächen diskutiert. Und das 90 Minuten lang und es wird als Zuschauer bestimmt nicht langweilig. Vielleicht sieht man als Zuschauer auch Parallelen zum eigenen Leben? Muss aber auch nicht sein!

Fazit: Ein sehr kluger Film mit wunderbaren Schauspielern. Mein Prädikat: Sehr sehenswert!

 

Rezension zum Film: „Der Vorname“ (2)

Aktuell ganz neu im Kino läuft der Film: „Der Vorname“. Es geht dabei darum, ob man seinem Kind den Vornamen Adolf geben kann und darf.

Der Film wirkt stellenweise sehr komisch, oft ist er aber auch extrem tiefsinnig. Wir blicken hinter die Abgründe der einzelnen Charaktere, wie sie sich geben, wie sie miteinander umgehen und welche Geheimnisse sie voreinander haben, obwohl sich sehr gut und über viele  Jahre kennen.

Der Aufhänger der Geschichte ist natürlich die Auswahl des Vornamens „Adolf“ für das neugeborene Kind eines der Darsteller. Schon als der Name verkündet wird, merkt man, wie die Stimmung der Gruppe sich extrem verändert, wie es auf einmal totenstill im Raum wird, sodass man eine Stecknadel fallen hören könnte.

Der Film lebt von den hervorragenden Darstellern. Die Hauptprotagonisten werden von Christoph Maria Herbst und Florian David Fitz verkörpert. Außerdem spielen die wunderbaren Schauspieler Karoline Peters und Justus von Dohnányi mit. In kleineren Nebenrollen sind  Janina Uhse als Frau von Florian David Fitz sowie Iris Berben seine als Mutter zu sehen.

Der Film ist kurzweilig, amüsant aber auch tiefsinnig und hoch aktuell. Er zeigt auf, wie wir als Menschen ticken und funktionieren. Und er hält uns allen den Spiegel vor. Denn oft sind wir auch im gegenseitigen miteinander nicht unbedingt ehrlich.

Der Film kommt ohne irgendwelche Actionsszenen aus, ohne Humor unterhalb der Gürtellinie und ohne aufwändige Kulisse. Er lebt einfach von der grandiosen Schauspielkunst der Akteure, allen voran Christoph Maria Herbst und Florian David Fitz.

Dieser Film zeigt auf, wie wirklich gutes Kino geht.  Wahrscheinlich wird er wohl nicht allzu lange in unseren Kinos zu sehen sein, da er meiner Meinung nach nicht Mainstream kompatibel ist. Das ist schade.

Mein Fazit: unbedingt ansehen! Und falls Sie es nicht mehr ins Kino schaffen, sollten Sie sich diesen Film als DVD zu kaufen. Den kann man sich auch öfter ansehen. Mein eigenes oder meine eigene Äußerung nach diesem Film war ganz einfach nur: „Großes Kino!“  Der Film hat dieses Prädikat absolut verdient.

 

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