Disziplin lernen

Disziplin lernen

Was ist eigentlich Disziplin und wie kann man sie lernen?

Oh ja, das Wort Disziplin haben wir alles schon gehört und es begleitet uns ein Leben lang. Vielleicht hat man in den ersten Tagen und Monaten eine gewisse Schonzeit, aber die Disziplin kommt mit großen Schritten auf jeden Menschen zu. Es beginnt in der Familie, im Kindergarten, besonders in der Schule und geht weiter, je nachdem, wohin unser Weg uns führt.

Was bedeutet das Wort überhaupt? Es wird zum Teil gleichgesetzt mit Begriffen wie Ordnung, Selbstbeherrschung, Züchtigung usw. Klar, innerhalb der Familie gibt es eine Ordnung. Und diese ist so verschiedenartig, wie es Familien gibt. Was für mich Ordnung ist, muss für die anderen noch lange keine darstellen. Und hier beginnt ja dann schon das Dilemma. Das Kind lernt die Ordnung bzw. Disziplin der eigenen Familie. Wenn es Glück hat, entspricht diese der Mehrheit der anderen Familien im Umfeld und es muss sich nicht so intensiv umorientieren, wenn es in anderen Familien akzeptiert werden möchte. Eine erste Hürde! Kann sich das Kind an der Ordnung der anderen Familie gut orientieren, z.B. weil ein Kindergeburtstag oder anderes ansteht, wird es vielleicht wieder zum Spielen eingeladen. Schafft es das Kind nicht, war das bestimmt eine einmalige Sache.

Besonders auffällig wird es mit Beginn der Schulzeit. Hier lernen ca.20 bis 30 Schulanfänger zusammen und die Lehrerin gibt Regeln (z.B. Ich melde mich! Ich rede nicht dazwischen! Ich renne nicht auf dem Hof! Ich schubse niemanden! usw.) für das Klassenzimmer oder den Pausenhof vor. Diese werden mit den Kindern besprochen. Sie klingen in den Augen der Kinder auch logisch, aber…

Es wird eine Frage im Unterricht gestellt und der Schüler, den die Lehrerin dran nimmt, weiß die Antwort nicht. Aber der andere Schüler weiß sie und kann seine richtige Antwort nicht für sich behalten. Und schon wird die Antwort laut herausgebrüllt. Die anderen Kinder drehen sich um, die Lehrerin schaut böse und das Kind weiß, dass es etwas falsch gemacht hat. Es hat sich nicht an die vereinbarten Regeln gehalten.

Dieser „Verstoß“ ist vielleicht nicht unbedingt tragisch. Aber was geschieht, wenn die Schulklasse an einer Straße steht und einer hält sich nicht an die Regel, dass erst losgelaufen wird, wenn die Lehrerin ihr Einverständnis gibt. Wer jetzt denkt, naja, das ist ja etwas ganz anderes, sollte vorsichtig sein. Wenn Absprachen nicht im Kleinen funktionieren, wie soll es dann bei wichtigeren Dingen sein. Wenn ein Kind schon in der Familie keine Konsequenz oder Disziplin erfährt, wird es schwer werden.

Sicher kann man darüber streiten, welche Regeln für eine Ordnung / Disziplin wichtig sind. Aber hat die Geschichte nicht schon mehrfach gezeigt, dass ohne Absprachen, Ordnungen sehr oft ein Scheitern vorprogrammiert ist? Aber man muss gar nicht politisch werden. In der Straßenverkehrsordnung geht es doch auch. Natürlich gibt es auch hier wieder welche, die sich nicht an die Regeln halten. Leider muss dann eine „Obere Gewalt“ für Strafen sorgen, damit eben nicht jeder macht, was er will. Keiner (außer  gewisse Einsatzwagen wie Krankenauto, Feuerwehr, Polizei) hat das Recht bei ROT über eine Kreuzung zu donnern!!!

Ein Teil des „Überwortes“  Disziplin ist die Selbstdisziplin. Gerade in solchen Phasen des Abnehmens ist sie immer gefragt. Ich muss mich disziplinieren, nicht zu viel zu essen. Das klingt gut. Niemand diktiert mir das. Nur ich selbst. Und nun???? Ist es nicht verdammt schwer??? Ich habe einen Spielraum, aber manchmal ist er halt zu klein. Und bin ich dann diszipliniert? Kann ich auch manchmal, ab und zu, auch wieder kleine Regelverstöße nicht im Nachhinein korrigieren???

Aber es gibt vielleicht noch eine andere Sichtweise! Während des Recherchierens über Disziplin ist auch das Wort „Züchtigung, Gehorsam“ gefallen. Das hat auf alle Fälle einen negativen Beigeschmack. Hier wäre dann das Bild einer sehr homogenen, stupiden Gruppe zu sehen. Alle machen, was einer sagt, und wenn nicht, gibt es sogar körperliche Strafen. Auch das gab es schon, auch in einem großen Maße. Dies kann ja dann auch nicht der Sinn von Disziplin sein.

Und wieder wird ein altes Lied laut: das Maß aller Dinge bestimmt! Es muss in bestimmten Situationen eine Disziplin herrschen, da es sonst lebensgefährlich sein kann. Und es muss einen Spielraum geben, der Luft zum Überdenken der Aufforderung zur Disziplin lässt.

Die eine Hälfte des Lebens ist Glück,
die andere Disziplin; und die ist entscheidend,
denn ohne Disziplin könnte man mit seinem Glück nichts anfangen.
(Carl Zuckmayer)

Wie kann man nun Disziplin erlernen?

Zu diesem Gebiet gibt es so viele Informationen im Netz, dass ich sie nicht alle erneut aufrollen möchte. Vielmehr können Sie sich anhand der folgenden links selbst einen Überblick verschaffen, welche Möglichkeiten es gibt und ob diese für Sie umsetzbar sind.

Disziplin & Selbstdisziplin

Disziplin lernen

Disziplin & Selbstdisziplin 2

Viel Spaß beim Lesen

Ralf

PS: Wenn Sie eigene, praxisbewährte Tipps haben, die eventuell auch meinen anderen Lesern helfen können, immer her damit, am besten im Kommentarfeld.

 

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