Süd-Ost-Europa Rückreise

    Sonntag, 31.07.2022 / Montag 01.08.2022

    Am Sonntag ging es von Sibiu nach Szeged.

    Unser eigentliches Ziel war, das Paprikamuseum und den Werksverkauf von Pick anzusehen, da von denen die ungarische Salami hergestellt wird.

    Wir, vor allem ich (Ralf), waren sehr, sehr positiv überrascht von der wunderbaren Stadt, speziell der Architektur und wie gepflegt die Gebäude waren, auch abseits der Hauptstraßen und der Altstadt.

    Nachdem wir im Hotel eingecheckt haben, sind wir direkt auf die Suche gegangen, wo sich das Pick Museum befindet. Am Sonntag war es leider geschlossen. Wir haben dann aber direkt am Fluss, an der Theis, einen wunderbaren Biergarten mit Steg direkt am Fluss gefunden. Die Atmosphäre kam uns vor, wie in Dresden, nur viel näher am Fluss. Die Menschen hier sind sehr sehr freundlich und offen, diese Stimmung schwappte sofort auf uns über.

    In den Reiseführern beziehungsweise online blogs waren einige Restaurants erwähnt, die wir aber entweder nicht gefunden haben oder die uns nicht zusagten. So sind wir in einem Biergarten gelandet, ziemlich nah am Fluss, wo es uns sehr gut gefiel.

    Hier in Szeged , haben wir sehr viele Schnappschüsse gemacht. Es gefiel uns wirklich sehr, sehr gut hier, es ist sehr gepflegt, schöne Parks mit vielen Sitzmöglichkeiten und beeindruckenden Skulpturen.

    Der Dom war wirklich beeindruckend und sehr gepflegt. Wer mich (Ralf) kennt, weiß, dass ich mit solchen Äußerungen sehr sparsam bin. 😀

    Nach der Stärkung sind wir zurück ins Hotel gelaufen, auch wieder ziemlich nah am Fluss, an einer Promenade.

    Am Montagmorgen, nach dem Auschecken, ging es noch einmal in die Stadt, da um 11:00 Uhr der Werksverkauf von Pick Salami öffnen sollte. Hier haben wir einige Leckereien eingekauft. Anschließend ging es noch weiter ins Paprikamuseum, einen Ort weiter von Szeged entfernt. Der Empfang dort war sehr, sehr herzlich, die Führung sehr informativ und beeindruckend.

    Im Anschluss an das Museum führte uns unsere Reise weiter nachMosonmagyaróvár, zu deutsch ungarisch Altenburg. Hier befindet sich eine große Therme. Diese wollen wir morgen besuchen. Den Weg haben wir schon erkundet. Und dabei auch die einheimische Küche kosten können.

    Dienstag, 02.08.2022

    Heute waren wir in der Therme. Es gibt zwar nicht viel dazu zu sagen, aber es war sehr, sehr schön. Wir haben viele Leute beobachtet, dicke, dünne, große, kleine, alte, junge, mit und ohne Tattoos.

    Das Wasser hat eine Temperatur von 34-38 °C. Es gibt verschiedene Becken. Wir sind unterschiedlicher Meinung, wonach es riecht. Grit meint, es riecht ein wenig nach Beton, nach meinem Empfinden roch es nach Teer bzw. nach Asphalt. An einem Wasserhahn haben wir auch mal leichtsinniger Weise gekostet. Unser Eindruck hat sich bestätigt. Es schmeckt einfach nicht.

    Es war ein sehr schöner Tag. Man kann das Thermalbad weiterempfehlen, nicht nur für ältere Herrschaften. 😀

    Sehr interessant sind auch die Deckenlampen, sowohl im Speisesaal als auch in den Zimmern. Ein wenig beklemmend könnte es schon sein, ob sie richtig festgemacht sind, vor allem, wenn man darunter schläft. 😴

    Ach so, es sind hier ziemlich viele ältere Leute, die sich ärztlich betreuen lassen, beim Belauschen haben wir festgestellt, dass es sich meist um Zahnarztbesuche handelt. Nur für den Fall, dass Interesse besteht. Wir könnten da etwas vermitteln. 😎

    Mittwoch, 03.08.2022

    Nach dem Frühstück haben wir im Supermarkt das restliche ungarische Bargeld auf den Kopf gehauen (unter anderem zwei Flaschen Tokaier) und sind dann in Richtung Pilsen gefahren.

    Nach der Ankunft am frühen Nachmittag haben wir schon mal eine erste Tour in die Stadt unternommen.

    Da wir gerade daran vorbei gekommen waren, haben wir auch gleich die große Synagoge besucht. Auch die war ziemlich beeindruckend. Witzig war, dass ich, Ralf, eine Kippa tragen musste. Die gab es aber zum Ticket dazu.

    Nach einem kleinen Rundgang durch die Innenstadt mussten wir natürlich das tschechische Bier kosten. Und was soll ich sagen? Es schmeckt immer noch. 🍺

    Eine Empfehlung aus dem Internet war das Restaurant Schwejik. Da es sogar auf dem Heimweg zum Hotel lag, passte das super und wir wurden auch nicht enttäuscht.

    Donnerstag, 04.08.2022

    Nach einem Frühstück, dass vom Standard her einen neuen Maßstab setzte, ging es wieder nach Pilsen hinein.

    Nachdem wir den Weg zur Brauerei erkundet hatten, war noch etwas Zeit. Diese haben wir genutzt, um eines der beiden Denkmäler von Spejbl und Hurvinek zu besichtigen. Wer die beiden nicht mehr kennt, hier ist ein link: https://spejbl-hurvinek.cz/de/

    Dann ging es weiter in die Brauerei.

    Das Eingangstor oder zum 50-jährigen Bestehen der Brauerei errichtet.

    Im Eingangsbereich des Besucherzentrums

    Auch diese Besichtigung setzte neue Maßstäbe. Wir haben z.B. schon die Radeberger Brauerei besichtigt, aber das hier ist noch mal eine ganz andere Hausnummer. Also wer unbedingt eine Bierbrauerei besichtigen will, dem sei die von „Pilsener Urquell“ wärmstens empfohlen. Die Führung in deutscher Sprache war wirklich klasse. Die anschließende Verkostung natürlich auch. Das verkostete Bier gibt es im freien Handel nicht zu kaufen, sondern nur in der Brauerei während der Führung. Es handelt sich um ein Jung-Bier, bei dem der Geschmack nach Karamell noch nicht so sehr aus geprägt ist.

    Die erste Sudpfanne der Brauerei

    Auf dem Gelände der Brauerei, welches sehr weitläufig ist, befindet sich ebenfalls ein Restaurant, dass man auch besuchen kann, ohne eine Führung buchen zu müssen.

    Wir haben die Führung vorher online bestellt. Gerade am Wochenende wird das wohl auch Sinn machen. Zu Beginn unserer Führung war nur noch ein Platz frei.

    Im Anschluss haben wir wieder eine einheimische Kneipe gefunden, die uns per Google empfohlen wurde. Wir wurden nicht enttäuscht.

    Ein lustiges Verkehrsschild, das wir auf dem Heimweg entdeckt haben.

    Freitag, der 5. August

    Hallihallo, heute nun der letzte Urlaubstag in Tschechien. Nach einem tollen Frühstück sind wir wieder Richtung Stadt gelaufen. Als erstes haben wir das Spejbl und Hurvinek Denkmal gesucht. Laut Reiseberichten sollen die beiden auf dem Marktplatz sein und Richtung Bartholomäus Kirche schauen. Nachdem wir erst einmal eine Runde um die Bartholomäus Kirche gegangen sind, haben wir uns erst mal in den Schatten gesetzt, um noch einmal zu schauen, ob wir in der richtigen Richtung sind. Bei gefühlten 140° plus in der Sonne habe ich dann noch mal nachgeschaut und es schließlich auch gefunden. Beide saßen ganz entspannt unterm Sonnenschirm im Schatten und dann konnten wir uns mit ihnen fotografieren lassen.

    Nichtsdestotrotz haben wir natürlich keine Mühen gescheut und sind die 299 Stufen zum Bartholomäus Turm gegangen. Zum Teil waren diese sehr steil, aber wir haben es sportlich gesehen und der Ausblick hat uns belohnt. Auch hier einige Schnappschüsse von oben.

    Wer im Kalender nachgeschaut hat, hat mitbekommen, dass heute der Tag des Bieres ist, und um diesen Tag angemessen zu feiern, sind wir erst einmal eingekehrt und haben uns von innen gekühlt. Dabei sind wir auch wieder in der Schwejk-Gaststätte eingekehrt, da es hier einfach gut und toll ist. Als kleine Abrundung gab es auch ein Knoblauch-Brot, Hihi.

    Mittlerweile waren es 180° in der Sonne und wir haben beschlossen, den Pool im Hotel zu nutzen. Die Abkühlung hat uns richtig gut getan und jetzt sitzen wir hier in einer Tennissport-Kneipe, trinken Gambrinus zu Ehren des Tages des Bieres und lassen noch einmal die letzten 14 Tage Revue passieren. Wir müssen sagen, dass uns das Gambrinus Bier besser schmeckt, als das Original Pilsner Urquell.

    Morgen geht es dann entspannt nach Hause, aber vorher holen wir noch ein leckeres tschechisches Brot.

    Also dann bis morgen Guts Nächtle

    Samstag, 06.08.2022

    Heute nun der letzte Abschnitt unserer Reise. Es ging zurück von Pilsen nach Hause. Vor der Abfahrt haben wir noch ein bisschen bei Billa eingekauft, ein Sixpack Pilsener Urquell, ein leckeres tschechisches Brot und ein paar Naschlis.

    Ein letzter Sonnenuntergang gestern Abend

    3758 km in gut 2 Wochen

    Fazit

    Es war eine sehr schöne Reise. Hier noch mal die Punkte, die uns besonders aufgefallen sind:

    ⁃ viele Sonnenblumenfelder,

    ⁃ Polizeipäsenz,

    ⁃ Trinkbrunnen,

    ⁃ Ampeln blinken, bevor sie umspringen bzw. zählen runter oder klopfen schnell

    ⁃ viele Parks und Bänke

    ⁃ keine Pfandflaschen,

    ⁃ viele Billig-Lohnkräfte, die Papierkörbe leeren beziehungsweise Straßen und Plätze,

    ⁃ Kurven sind wirklich Kurven ,

    ⁃ viele Störche gesehen,

    ⁃ Danke heißt auf rumänisch „Multo mesk“,

    ⁃ Man muss sagen, es gibt wenig Hotels, wo man echt gar nix hört, also Bad- Geräusche Autobahn, Hundegebell,Türen klappern, das war bei uns sehr oft vorhanden, also nicht alles zusammen aber getrennt, ist auch keine Frage des Preises

    ⁃ sowohl in Rumänien, Ungarn und Tschechien haben wir nur freundliche Leute getroffen, alle bemüht trotz Verständigungsschwierigkeiten, mit ein bisschen Englisch und Händen und Füßen hat man immer einen Konsens gefunden

    ⁃ aufgefallen sind uns auch gerade in Rumänien und in Ungarn sehr viele Sitzmöglichkeiten auf Plätzen, in Parks oder auch in Einkaufszentren, die immer wieder zum Verweilen eingeladen haben

    ⁃ Schade ist, dass auch hier die großen Fast- Food-Ketten das Land in Besitz genommen haben, besonders KFC und natürlich das goldene M.

    Das besondere Highlight der Reise war der ungarische Ort Szeged. Diesen hatten wir vorher gar nicht so auf dem Schirm. Aber es ist dort wirklich so schön, dass wir bestimmt noch mal hinfahren. Weiterhin der andere Ort in Ungarn Mosonmagyaróvár, war auch sehr schön. Pilsen war okay.

    Meine Sicht auf Rumänien hat sich etwas relativiert. Als wir vor drei Jahren dort waren, hatte ich wohl alles durch die rosarote Brille gesehen, weil wir dieses Mal auch etwas abseits der Kulissen geschaut haben.

    Alles in allem war die Reise ein echtes Abenteuer. Und es stimmt wirklich: „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.“ 😀

    Schlagwörter: