Klasse 8

Sonderausgabe: Umwelt 🌍

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Thema

Ab 2027: Deine Tüte verschwindet 🛍️

Ab dem 1. Januar 2027 ist es in Armenien so weit: Einweg-Plastiktüten und -geschirr sind komplett verboten – nicht nur die dünnen Modelle wie bisher seit 2022, sondern wirklich alle. Das Parlament hat das Gesetz bereits 2026 beschlossen, jetzt läuft die Übergangszeit bis zum Stichtag.

Wer sich nicht daran hält, bekommt es mit Bußgeldern zu tun – allerdings nicht die Kundschaft, sondern die Geschäfte und Restaurants selbst, wenn sie die verbotenen Tüten weiter anbieten.

Mitmachen!

Was weißt du über das neue Gesetz? 🤔

Ab wann gilt in Armenien das vollständige Verbot von Einweg-Plastiktüten?

Wie lange braucht eine dünne Plastiktüte ungefähr, um sich in der Natur zu zersetzen?

Lesen & Verstehen

Das Passiv mit „werden"

Wenn die Handlung wichtiger ist als die Person, die sie ausführt, greift man gern zum Passiv:

Ab 2027 werden Einweg-Plastiktüten in Armenien verboten.

Wer erwischt wird, wird zunächst nur verwarnt.

Bei einem zweiten Verstoß wird ein Bußgeld verhängt.

Merke: werden + Partizip II — wer genau handelt, bleibt oft offen.

Armenien im Fokus

Zwei Länder, zwei Zeitpläne ⚖️

🇦🇲 Armenien

  • Seit 2022: dünne Tüten verboten
  • Ab 2027: alle Einweg-Plastiktüten & -geschirr verboten
  • Bußgeld: 100.000–150.000 Dram (Geschäfte)

🇩🇪 Deutschland

  • Seit 2022: leichte Plastiktüten verboten
  • Seit 2023: Mehrwegpflicht bei To-Go-Verpackungen
  • Bußgeld: bis zu 100.000 Euro (Handel)

Diskutiert: Sollten auch Privatpersonen bestraft werden, die verbotene Tüten benutzen — oder reicht es, die Geschäfte in die Pflicht zu nehmen?

Wusstest du schon?

Wen die Strafen wirklich treffen 💶

Die Bußgelder beim neuen Gesetz treffen nicht die Kundschaft, sondern die Geschäfte, Restaurants und Marktstände selbst. Beim ersten Verstoß gibt es zunächst nur eine Verwarnung.

Erst bei einem weiteren Verstoß wird ein Bußgeld von 100.000 bis 150.000 Dram fällig — umgerechnet knapp 400 US-Dollar. Ausgenommen vom Verbot bleiben zum Beispiel Müllbeutel aus Recyclingmaterial sowie Tüten zum Abwiegen von losen Lebensmitteln wie Obst oder Gemüse.

Fun Fact

Erfunden, um die Umwelt zu retten 🌳

Die Plastiktüte wurde 1965 vom schwedischen Ingenieur Sten Gustaf Thulin patentiert — mit einem überraschenden Ziel: Er wollte die Umwelt retten! Seine Erfindung sollte Papiertüten ersetzen, für die massenhaft Wälder abgeholzt wurden. Die Ironie der Geschichte: Aus der „grünen" Erfindung wurde eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit.

Heute gibt es übrigens tatsächlich umweltfreundlichere Varianten — zum Beispiel Tüten aus Maisstärke, die biologisch abbaubar sind. Vielleicht erfüllt sich Thulins ursprüngliche Idee ja doch noch, nur eben rund 60 Jahre später.